Durchhalten

 

Unzählige Geschichten gibt es, in denen beschrieben wird, dass die erfolgreichsten Menschen auf diesem Planeten, diejenigen waren, die nie aufgegeben haben und durchgehalten haben, egal wie schwierig ihre Situation war. Sicher, aufgeben ist einfach. Durchhalten dagegen schwer. Sobald wir Widerstände, Rückschläge oder Niederlagen erleben, geht unsere Motivation regelmäßig auf Talfahrt. Wenn es gerade nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat oder noch mehr Arbeit und Energie investieren muss, damit es weitergeht, ziehen viele lieber die Reißleine und streichen die Segel. Das ist nachvollziehbar, ja menschlich geradezu. Schließlich ist der Weg des geringsten Widerstandes in unserer menschlichen Natur, aber........

Erinnere Dich doch einmal, warum Du etwas begonnen hast. Was war Deine Triebfeder, Dein Warum? Wieso warst Du am Anfang der Meinung, dass Du es schaffen wirst? Was war Dein Impuls, Deine Idee, Deine Vision die Du hattest? Es ist wichtig Dich wieder daran zu erinnern. Denn genau dieser erste Impuls hinter Deinem Vorsatz war genau der Richtige: Du hast Dir etwas vorgenommen und wolltest etwas erreichen. Zum Beispiel abnehmen, gesünder essen, mehr Sport machen, Dich weiterbilden, ein eigenes Online-Business aufziehen, usw. Also egal wieviele Steine Dir in den Weg gelegt werden, egal wieviel Rückschläge Du erleiden musst, egal wie schwer es auch für Dich ab und zu ist, tue weiterhin genau das was Du Dir vorgenommen hast! 

Wer etwas versucht, kann verlieren. Wer aufgibt, hat schon verloren.

Durchhalten bedeutet, dass man bis zum Ende weiter macht; dass man auch weitermacht, selbst wenn es schwierig wird. Durchhalten bedeutet trotz aller Anstrengungen und Versuchungen tapfer weiterzumachen, eisern durchzuhalten. Durchhalten heißt dranbleiben und weiterverfolgen. Durchhalten ist wichtig für jeden Menschen. Wenn du etwas wirklich bewirken willst in Deinem Leben, dann musst du durchhalten. So einfach und doch so schwer ist das. Ein paar Beispiele gefällig, warum durchhalten immer zum Erfolg führt?


Steve Jobs:

Nachdem Jobs 1976 aus der Garage seiner Eltern heraus ein Billionen-Unternehmen gegründet hatte, liefen die Dinge zunächst gut. Doch dann führten interne Querelen 1985 dazu, dass Jobs den Konzern, den er gegründet hatte, auf Drängen der Vorstandsmitglieder verlassen musste. Dies würde wohl jedem von uns sehr zusetzen. Jobs wollte dem Silicon Valley schon fast komplett den Rücken kehren, entschied sich dann aber zu bleiben und seine Energie in die Animationsfirma Pixar zu stecken und eine neues Computerunternehmen namens NeXT zu gründen. NeXT war einige Jahre später so interessant für andere Firmen, dass Apple es 1996 für 402 Millionen US-Dollar kaufte und Jobs zunächst wieder als Berater einstellte. 1997 saß er wieder im Vorstand und wurde kurz darauf Geschäftsführer. Unter Jobs´ Führung 2.0 wurde aus Apple die ikonische Marke, die sie heute ist.


J.K. Rowling

J.K. Rowling hatte gerade eine Scheidung hinter sich, war alleinerziehend und lebte von Sozialhilfe. Das sind Umstände, die normale Menschen schon mal in Depression und Antriebslosigkeit treiben. Doch Rowling, die schon seit 5 Jahren am ersten Band ihrer Harry Potter-Reihe gearbeitet hatte (von 1990 bis 1995), reichte ihr Buch bei einem Literaturagenten ein, der daraufhin lauter Absagen von Verlagen bekam. Die damals ziemlich mittellose Autorin hat dennoch immer daran geglaubt, dass ihr Werk gut ist. Und tatsächlich fand sich dann 1996 ein Verlag, der Harry Potter mit einer Auflage von zunächst 500 Exemplaren veröffentlichte. Erst 1998 und zwei Bände später gelangte die Serie zu Weltruhm. Doch die lange Durststrecke hat sich richtig ausgezahlt, denn heute ist Rowling eine der wohlhabendsten Frauen Großbritanniens.

 

Oprah Winfrey:

Geboren als uneheliches Kind minderjähriger Eltern, aufgewachsen mal hier mal da, später belästigt und missbraucht von männlichen Familienmitgliedern, schwanger mit 14, Kind verstorben nur wenige Wochen später: Kann es schlimmer laufen? Normalerweise sind solche Biografien zum Scheitern verurteilt. Doch nicht die von Oprah Winfrey. Sie beendete die Schule trotz ihrer widrigen Familienverhältnisse mit ausgezeichneten Leistungen, bekam ein Stipendium und studierte daraufhin Kommunikationswissenschaften. Nebenbei arbeitete sie sich bei Radio und TV hoch. Mit 32 war sie berühmt und verdiente Millionen. Heute ist sie eine der reichsten und einflussreichsten Frauen in den USA. Auch von ganz unten führt also ein Weg nach ganz oben – wenn man es will und durchhält!

Jack Ma:

Jack Ma mag nicht so bekannt sein wie ein Steve Jobs oder eine Oprah Winfrey. Nichtsdestotrotz ist er wohl der beste Lehrer in Sachen “nicht aufgeben”. Denn damit kennt er sich aus. Heute als Gründer des Online-Kaufhauses Alibaba, dem “Amazon Asiens”, einer der reichsten Männer Chinas, hat er sich im Laufe seiner Karriere nie von Rückschlägen beeindrucken lassen. Ma ist ein Paradebeispiel eines Stehaufmännchens, er war kein besonders guter Schüler. Um auf die mittlere Schule zu kommen, musste er den Aufnahmetest zweimal wiederholen. An einer Universität angenommen zu werden, kostete ihn ebenfalls zwei Versuche. Er hatte sich sogar an der Elite-Uni von Harvard beworben und wurde zehnmal abgelehnt. Wer von uns hätte nach der dritten Absage noch den Schneid gehabt, es erneut zu probieren?

Bei der Jobsuche gehörte Jack Ma ebenfalls nicht zu den Lieblingskandidaten der Firmen. Die Polizei lehnte ihn ab, und selbst KFC wollte ihn nach dem Vorstellungsgespräch als einzigen von 24 Bewerbern nicht haben! Ma hatte zu der Zeit vom Internet gehört und gründete kurz darauf seine eigene Firma, die Onlineseiten über China erstellte. Mit seiner Firma und der Domain chinapages.com machte Ma innerhalb eines Jahres ungefähr 800 000 US-Dollar. Mit 17 Freunden gründete er dann 1999 Alibaba, heute ein multinationales Firmenkonglomerat, das oft als das Äquivalent zu Jeff Bezos´ Amazon auf dem asiatischen Markt gesehen wird. Ohne seinen Enthusiasmus zu verlieren hangelte sich Jack Ma von Misserfolg zu Misserfolg – bis eines Tages der Erfolg einsetzte.

Du siehst, Erfolg ist was erfolgt, wenn Du nicht aufgibst und durchhälst. Un um Dir das durchhalten in Zukunft zu erleichtern, hier drei Tipps die Dir dabei helfen sollen:

 

1. Such Dir etwas was Dich wirklich motiviert!

Analysiere deine Motivation: Warum bist du gerade bei manchen Tätigkeiten so motiviert und bei anderen gar nicht? Warum hast du kein Problem, Deinen Trainingsplan einzuhalten, und warum tust Du Dir so schwer, wenn Du die Badewanne, Dein Auto, die Wohnung usw. schrubben sollst? Überlege, was dir an manchen Tätigkeiten gefällt und womit Du Dich motivierst: Dein Warum ist entscheidend!

 

2. Setz Dir realistische und große Ziele

Was dir beim Durchhalten enorm hilft, ist die Konzentration auf das Ziel. Worauf arbeitest du hin? Warum lohnt es sich, dranzubleiben und durchzuhalten? Wie gesagt, Dein Warum ist entscheidend, warum Du etwas beginnst. Du solltest Dir immer überlegen, was Dir das Erreichen Deines Zieles am Ende „bringt“, wie du dadurch wachsen, gesunder werden, reicher werden, glücklicher werden kannst. Definiere also dein Ziel und halte es dir immer wieder vor Augen. Das kann über Durststrecken hinweghelfen, weil du damit auch in unangenehmen Phasen weißt, wofür du es tust.


3. Setz Dir Teilziele und verbessere immer die Ausgangssituation

Selbst der größte Berg, kann mit kleinen Eimern abgetragen werden. Selbst die größte Aufgabe kann in kleineren Teilschritten unterteilt und erledigt werden. „Mehrere Monate“ – dieser Zeitraum kann erdrückend wirken. „Diese Woche“ hingegen ist überschaubar. Wenn Du also einen Gesamtzeitraum oder die als Gesamtes unlösbar scheinende Aufgabe in Teilabschnitte aufgliederst, das kann ein Wochenplan sein, ähnlich einer Kapitelliste für Lernstoff sein, führt Dir dieser vor Augen, was jetzt im Moment ansteht, schafft mehr Konzentration auf aktuell wichtige Dinge und zeigt auch, was schon geschafft wurde.  Und jedesmal wenn Du einen Teilschritt geschafft hast, verbessert dies Deine weitere Ausgangsposition und genau dafür solltest Du Dich auch belohnen.

 

Viel Erfolg beim Umsetzen und Durchhalten.


 

 

 

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